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Montag, 10. September 2012

Green Cup Coffee

Bei einem Streifzug durchs Internet stieß ich auf die Seite von Green Cup Coffee. Hier haben es sich zwei Unternehmer-Schwestern zum Ziel gesetzt, fair gehandelten Kaffee an den Verbraucher zu bringen und kommunizieren das durch Transparenz bis zur Finca.

Auffällig ist die plakative Verpackung:
- in schwarzen oder weißen Pappdosen
- mit der grünen Tasse als Logo, aufmerksamkeitsstark platziert auf jeder Dose
- mit Gewährverschlüssen in verschiedenen Farben für die Sorten

Ideen für die Wiederverwendung der Dose werden direkt mitgeliefert: z.B. die stylishen Dosen als Pflanzentöpfe zu verwenden. https://www.green-cup-coffee.de/blog/allgemein/gewinnspiel-mach-deine-welt-ein-bisschen-gruner/
Eine "runde" Sache also…

Neugierig besuchte ich deshalb ihren Laden am Viktualienmarkt in München. Dort fand ich nicht nur ihre schicken Dosen, sondern bekam auch meine ganz persönliche Portion Kaffee-Glück mit nach Hause!

Schöne, zeitgemäße Idee, fairen Kaffee und dessen Botschaft zu verkaufen. Sehenswert finde ich auch die limitierte Sonderedition in einer illustrierten Variante. 

Meine Portion Kaffee-Glück

Die illustrierte Dose



Samstag, 9. Juni 2012

Auf die Urmutter des "das-hat-die-Mama-grade-selbst-gekocht"-Design

Wer erkennt diese Marke nicht? Genial?

Gefühlt schon als Kind ist mir dieses Design als außergewöhnlich klar und ausdrucksstark aufgefallen:
Oben kariert, viel weiß, schwarze Handschrift, klare prägnante Botschaft: Bonne Maman. Mit gaaanz viel Liebe von Mutti für mich gemacht. Grade eben und so lecker.

Dass das aber über Jahrzehnte so gut funktioniert, dass in Frankreich auf dem Campingplatz sicherlich die Hälfte aller Deutschen diese Marmelade als den Inbegriff des französischen Spezialproduktes kaufen, fasziniert mich fast noch mehr. Eine absolute 0815-Marmelade die es auch bei uns in jedem Supermarkt gibt... Konsumenten sind ein Phänomen.

Phänomenal ist auch die Markenwelt, die genau dieses Image nutzt und konsequent auf eine Vielzahl von Produktgruppen übertragen wird. Und wenn ich mit die Regalmeter so anschaue, muss es wohl auch sehr erfolgreich sein. Kompliment. Was ich allerdings spannend finde: Kaum tauchen Fotos auf der Verpackung auf, geht der "handgemacht"-Charakter flöten. Dafür wirkt es umso feiner.

So viel lecker und soviel Konsequenz und Qualität in der Umsetzung wünsche ich mir für so manche Biomarke auch.

Mittwoch, 18. April 2012

Es kann so einfach sein - Design das mich begeistert und verführt

Dieses schlichte, handgeschriebene Etikett auf einem Glas selbstgemachter Orangenmarmelade hat, was wir den Produkten unserer Kunden wünschen: Geschmack, Stil, Selbstbewusstsein, Eigensinn, Authentizität. Und ist mal wieder ein Paradebeispiel für "weniger ist mehr!"

Die Köchin und Schreiberin ist eine italienische Architektin - auch das ein Paradebeispiel dafür, dass gute Gestaltungsprofis ihr Handwerk verstehen. Da kann man sich ruhig mal ein bisschen was trauen!

Gefunden übrigens nicht auf der Slowfood-Messe sondern auf dem Frühstückstisch meiner Schwägerin. Von der Slowfood-Messe gibts hier ganz bald auch was zu sehen!

Donnerstag, 22. März 2012

BioFach 2012 - last but not least.

Zu guter Letzt noch ohne viele Worte ein paar Impressionen, die wir auf der BioFach eingefangen haben. Viel Spaß!


Milchprodukte von Naturkost Elkershausen

Sehr hübsch: Der Stand von Follow Fish

Soßen und Dressings von den bio bandits

Proviant - Obst in der Flasche aus Berlin

Abgefahren: Baola, Erfrischungsgetränk aus der Baobab-Frucht

Ökologische Verpackungen von greenbox

Das wars von mërz punkt auf der BioFach 2012. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr!

Montag, 19. März 2012

Vivaness 2012 - was gibt´s neues?

Neben den Terminen mit unseren Food-Kunden haben wir uns natürlich auch auf der Vivaness ganz genau umgesehen. Wir lieben und leben Bio-Kosmetik und wünschen uns für dieses Jahr unbedingt einen neuen Kunden aus dem Kosmetikbereich! Hier die mërz punkt Highlights von der Vivaness: 

Luke + Lilly, Kosmetikmarke für Kinder aus Österreich.
DIE IDEE ZU LUKE & LILLY entstand, weil es bisher nicht gab, was wir wollten: Eine Pflegeserie für Kids – jung und modern, unbedenklich und unkompliziert. Ohne Comic-Figuren, ohne rosa Glitzer und ohne die Aufschrift „Baby-Pflege".

Stand von Luke + Lilly auf der Biofach
Hier nochmal das Packaging im Detail ...

... Bilder sind von der luke + lilly website
Luke + Lilly zeigt einmal mehr, dass auch Bio-Kosmetik im Heute angekommen ist. Hier werden speziell Eltern angesprochen, die auf natürliche Pflege- und Reinigungsprodukte für ihre Kinder wert legen. Ein lukrativer Markt, wenn man bedenkt, dass oft erst die Geburt der eigenen Kinder das ausschlaggebende Ereignis ist, um auf Bio umzusteigen. Wir sind schon auf die Neuheiten 2013 gespannt - ob noch andere Firmen auf den Zug aufspringen und es noch mehr Produkte speziell für Kinder geben wird?

Ausserdem ist mërz punkt der Stand von Dr. Bronners Magic Soaps aufgefallen.

Im Eifer des Gefechts leider etwas schief fotografiert ;-)
Das Design ist seit 1948 so gut wie nicht verändert worden - was wir beinahe nicht glauben konnten! Denn die Verpackungen wirken in ihrer Stringenz schon unglaublich retro - und damit sehr modern. Neben dem Packaging hat uns vor allem die interessante Unternehmensgeschichte beeindruckt:
"Um seine eigenen Ideen zur Seifenherstellung zu verwirklichen, emigriert Emanuel Heilbronner 1929 in die USA. Im Gepäck hat er die Rezepturen der qualitativ hochwertigen Stück- und Flüssigseifen des Familienbetriebs. Aus Protest gegen die Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland streicht Emil das „Heil“ aus seinem Nachnamen und nennt sich fortan nur noch „Bronner“.
Nach seiner Auswanderung in die USA begann Emanuel Bronner sich für eine Welt ohne Krieg und Hass einzusetzen und machte die Vereinigung der Menschheit in Frieden zu seiner Lebensaufgabe. Er begann seine Vortragsreihen zum Thema Weltfrieden und über die Gefahren von Faschismus und Kommunismus.
In Kalifornien gründete er 1948 den Vorläufer der heutigen Firma „Dr. Bronner’s Magic Soaps“, setze seine Vortragsreihen fort und begann mit der Herstellung seiner berühmten Pfefferminzseifen. Während seiner Reden verteilte er die Seifen.
Als er merkte, dass manche Besucher nur seine Seifen mitnahmen, anstatt ihm zuzuhören, druckte er seine Philosophie auf die Flaschenetiketten, wo sie auch heute noch in kaum veränderter Form zu lesen sind."
Auf der Website von Dr. Bronners kann man die Etiketten in den verschiedenen Farben als PDF runterladen und die Philosophie in Ruhe lesen. Dazu einfach aufs Bild klicken.



Dienstag, 13. März 2012

Designtrends von der Biofach - Teil III

Hier ist sie, unsere Nummer 1 bei den Designtrends von der Biofach: Glück am Stiel von den Mammas & Pappas!

Glück am Stiel auf der BioFach

"Nachhaltigkeit & Qualität ist unser Anspruch in allen Bereichen, deshalb verwenden wir natürlich nur 100% Biozutaten & wirklich keinerlei Zusatzstoffe. Außerdem ist unsere Verpackung aus Papier und unsere Buchensticks stammen aus zertifizierter nachhaltiger Forstwirtschaft. Papier und Holz kehren wieder in den Kreislauf der Natur zurück. Mit viel Leidenschaft stellen wir unser Eis in den Hoffnungstaler Anstalten Lobetal in Kooperation mit den Behindertenwerkstätten von Hand her. Mammas & Pappas "Glück am Stiel" ein 100% gutes Produkt. Für Genuss ohne Reue von Anfang bis Ende."

Das Design von Glück am Stiel ist urban, frisch und sehr trendy und zielt damit genau auf junge, umweltbewusste Familien, die in der Großstadt leben und auf gesunde Ernährung für sich und ihre Kinder Wert legen. Glück am Stiel ist pure Frucht am Stiel - und sieht nicht nur hübsch aus. Sondern ist eine gesunde Alternative zum Eis am Stiel, erfrischt und schmeckt einfach fantastisch. mërz punkt hat´s probiert - und war nach ausgiebigen Tests mehr als 100% überzeugt.

Und nicht nur wir waren begeistert: Glück am Stiel wurde auf der Biofach mit dem Best New Product Award 2012 in der Kategorie Back und Süsswaren ausgezeichnet. Wir gratulieren!

Glück am Stiel im mërz punkt-Test

Liebe Mammas & Pappas, falls ihr hier mitlest: Wir würden uns natürlich sehr über ein kleines (und gerne auch größeres!) Verkostungspaket freuen! Wo doch der Frühling schon vor der Tür steht ...

Hier geht´s zur Mammas & Pappas Facebook-Fanpage.

Freitag, 9. März 2012

Designtrends von der Biofach - Teil II

Weiter geht´s mit unseren Design-Entdeckungen von der Biofach. Unser Liebling Nummer 2 ist Original Marlenes TAU VON DEN WIESEN. Toller Name, tolles Design!
Marlenes TAU VON DEN WIESEN auf der Biofach



"Unser Kräutertee wird ohne Tee zubereitet, deshalb heißt er bei uns auch Kräuteraufguss. Frisch aufgebrühte Kräuter und Blüten aus ökologischem Landbau und Wildsammlung, verfeinert mit einem Schuss Saft. Nach Marlenes Hausrezept, natürlich frisch wie der TAU VON DEN WIESEN!"
Den feinen Wiesentau gibt es in den Sorten Lemoncrazy (Zitronennote mit Limettensaft) und Blossomflush (Blumennote mit Pflaumensaft). Beide natürlich gesüßt mit Agavendicksaft.

Das Design von Marlene ist überraschend frisch und jung und weckt gemeinsam mit dem eigenwilligen Namen sofort Kindheitserinnerungen. Barfuss über die Wiese, im Morgentau durch die Natur - man kann Frische, Natur und Einfachheit sofort spüren. Marlenes TAU VON DEN WIESEN setzt sich dabei gestalterisch über alle Konventionen hinweg - trotzdem wirkt das Design sehr professionell. Und obwohl der Auftritt Leichtigkeit vermittelt, hat er etwas studentisches und politisches. Insgesamt macht die Gestaltung das Produkt sehr sympathisch und vor allem sehr authentisch. Marlenes TAU VON DEN WIESEN ist einfach unverwechselbar, handgemacht und geht seinen eigenen Weg. Die Liebe der Erfinder zu ihrem Produkt kann man fühlen. mërz punkt findet das sehr mutig - und sehr gelungen!

An was uns das Design erinnert:

Die kleine Raupe Nimmersatt von Eric Carle


Ach ja: Marlenes TAU VON DEN WIESEN kommt natürlich aus Berlin ;-)

Montag, 5. März 2012

Unsere Lieblinge auf der BioFach - Teil I

Am 15. Februar hat sich die gesammelte Mannschaft von mërz punkt aufgemacht nach Nürnberg zur BioFach.

Das mërz punkt Team auf der BioFach

Inzwischen sind wir ein ganz schön großer Haufen geworden! Unterschiedlicher könnten wir fast nicht sein: Von der Künstlerin bis zur Taijiquan-Lehrerin ist bei mërz punkt alles vertreten. Eben für jedes Thema eine Fachfrau ;-)

Als Designagentur ist es natürlich besonders spannend zu beobachten, in welche Richtung sich die Branche hinsichtlich Gestaltung und Design entwickelt. Also, wohin geht er, der Trend bei Design und Packaging im Bio-Bereich? 

Es wird eindeutig jünger, liebevoller und fröhlicher!

Eine Entwicklung, die natürlich auch mit den neuen Zielgruppen zu tun hat. Bio ist heute richtig trendy und beinahe schon im Mainstream angekommen. Logisch, dass sich das auch aufs Design auswirkt.

Ein weiterer Grund findet sich in der Forschung: Auch wenn man als Verbraucher fest davon überzeugt ist, Kaufentscheidungen mit dem Verstand zu treffen - die Realität sieht anders aus. Neueste Fakten aus der Hirnforschung beweisen, dass deutlich mehr unterbewusst eingekauft wird: etwa 80 aller Kaufentscheidungen sind emotional gesteuert! Das Produkt weckt also unterbewusst ein Bedürfnis, das mit dem Kauf befriedigt wird.

Haben ökologische Produkte bisher meist versucht, dem Käufer seinen Nutzen zu erklären und durch Inhalte zu überzeugen, wollen inzwischen auch Bio-Produkte unterbewusst zum Kauf zu animieren. Die Grenze zum konventionellen Markt verschwimmt damit zunehmend - man kauft eben ganz unterbewusst lieber attraktive Produkte anstelle der Vernünftigen. Für die Zukunft bleibt es spannend: Wird die Bio-Branche es schaffen, den Spagat zwischen nutzenorientiertem und inhaltsleerem Design, das Bedürfnisse wecken soll, zu schlagen? Für uns als Agentur jeden Tag eine Herausforderung!

Jetzt aber endlich zu unseren Entdeckungen. Wir haben 3 Favoriten zum Thema Designtrends gewählt.

Unsere Nummer 3: LØV ORGANIC. "Die Bio-Tee-Marke, die den Alltag verschönert." Der Claim klingt auf französisch noch viel schöner: "Le thé bio qui embellit le quotidien." Olala!

"In Skandinavien bedeutet ‘"løv" "Blatt". Løv Organic lässt sich von der dort noch allgegenwärtigen Natur inspirieren. Løv Organic hat ein einfaches, stark von der nordischen Kultur geprägtes Design ausgewählt. Die mit leuchtenden Farben und einem stilisierten Vogel als Symbol für die geschützte Natur dekorierten Verpackungen sind aus umweltverträglichem Material, wobei speziell auf eine minimale Verpackung aus Karton geachtet wird. Falls eine Plastikverpackung notwendig ist, so wird mit dem im Vergleich zu PVC weniger umweltschädlichen PET gearbeitet.

Die ausschließlich aus Stahl hergestellten, völlig plastikfreien Metalldosen sind recyclebar. Diese Dosen sind wiederverwendbar und können in Geschäften, die Løv Organic-Tee im Nachfüllpack führen, neu aufgefüllt werden. Die Konsumenten werden dadurch zu einem umweltfreundlichen Verhalten animiert.

Dank der völlig chlorfrei, ohne Metallklammern und Klebstoff hergestellten Musselinbeutel können sich die Teeblätter und deren Aromen frei entfalten. Alle Kartonhüllen sind mit dem FSC-Siegel ausgezeichnet (Forest Stewardship Council). Dieses Label garantiert Karton aus Holz aus kontrolliertem Handel und eine umweltfreundliche Produktion vom Holzfällen bis zum Druck."
Ein tolles Konzept, das Geschmack, junges Design und ökologische Überzeugung vereint. mërz punkt ist begeistert!

Løv Organic auf der BioFach: Bio-Tee in allen Farben des Regenbogens

Bild von der Løv Organic facebook Seite


Unsere Nummer 2 verraten wir im nächsten Post. Dranbleiben!

Freitag, 2. Dezember 2011

GRÜNER MARKT eröffnet 5. Biomarkt und Bistro in München-Schwabing - mërz punkt arbeitet mit!

Wir lieben unsere Kunden. Das können wir eigentlich wirklich fast ohne Ausnahme sagen. Und manche lieben wir so sehr, dass es uns in den Fingern juckt, dort zu arbeiten. Hinter der Theke, im Bistro, am Gemüseregal. Für den GRÜNEN MARKT, eines der Münchner Urgesteine unter den Bioläden, gestalten wir seit vielen Jahren nicht nur Corporate Design, Werbemittel, POS-Material und Verpackungen, sondern auch die Läden. 

Einen besonders schönes Ladenlokal hat Konrad Holzner nun in München-Schwabing entdeckt: Wir waren bei der Eröffnung und staunten nicht schlecht, als plötzlich Klaus Braun und Günther Mörtl, beides renommierte Berater aus der Bioszene um die Ecke bogen. Bio-Branchentreff Grüner Markt, klasse!

Wer guten Käse, echte italienische Wurst und Schinken und gutes Brot liebt, wird begeistert sein. Der Obst- und Gemüsebereich wird dem Wort "Markt" wirklich gerecht. Viel Fülle also, aber gleichzeitig viel Luft beim Einkaufen, großzügiger Freiraum in der Mitte und dazu der leckere Dinzler-Kaffee. Ein ganz anderes Einkaufserlebnis als ich es kenne. Wäre der Laden mit täglich frisch gekochtem, feinen Bistro mehr in unserer Nähe, würden wir zum superleckeren Bio-Mittagstisch sicher des öfteren ein Fläschen aus der gut bestückten Weinabteilung öffnen! Der Laden lädt einfach zum Verweilen ein. Unbedingt hingehen und ausprobieren.

Natürlich haben wir doch noch was zu meckern.... KONRAD, WANN KRIEGEN WIR ENDLICH UNSEREN GRÜNEN MARKT IN MÜNCHEN-ALLACH?

Die letzten Handgriffe, Bühne frei...


mërz punkt kann auch Gemüse: 
Martina Merz und Sabine Birkner 
als Obst- und Gemüsefachverkäuferinnen :-)


Konrad Holzner, Martina Künstler 
und Bio-Berater Klaus Braun

Konrad Holzner hat allen zur Freude: 
Geschafft!



Donnerstag, 20. Oktober 2011

Bio goes Design - Highlights von BioNord und BioSüd

Nach über 20 Jahren Design-Botschaft im Biomarkt konnten wir auf BioSüd und BioNord deutlich spüren, dass in der Branche ein Bewusstsein dafür entstanden ist, wie wirkungsvoll Design Produktqualität, Markencharakter und Einzigartigkeit transportieren kann. Sowohl bei den Pioniermarken als auch bei den Neuprodukten überschlagen sich pfiffige Designlösungen und
verführerische Warenpräsentation.

Ein paar unserer Favoriten gibt's hier zu sehen:















Mittwoch, 18. Mai 2011

Handmade Typo für Packaging und Kommunikation

Ein Megatrend: handgemachte und handnachgemalte Schriften und Illustrationen in den Bereichen Mode, Kultur, Werbung erfreuen sich aktuell größter Beliebtheit. Mittlerweile sind sie auch im Packaging-Bereich zu finden. Mit ihrer handgemachten-Optik können sie sehr schön die Authentizität, den individuellen Charakter und die handwerkliche Denke der Marken widerspiegeln – ideal also eigentlich für Biomarken und -produkte, die sich nichtindustriell und handwerklich positionieren. Typografie kann so eine größere Nähe zum Konsumenten schaffen.

Die Schriften sind entweder wirklich und unique für ein Designprodukt oder ein Unternehmen geschrieben, gezeichnet, gemalt, gestempelt. Das ist der ideale, weil unverwechselbare – allerdings etwas aufwändigere – Weg (siehe Beispiel 1 und 2). So lassen sich auch außergewöhnliche Typen passend zur Hausschrift entwickeln und ggfs. dann auch als Satzschrift digitalisieren. Wem dieser Weg zu umständlich ist, der kauft sich einen Font aus dem Handmade-Angebot der Schriftenhäuser wie Fontshop (wie z.B. die Pril-Schrift, vermutlich auch Michel & Augustin). Es gibt auch eine Reihe von kostenlosen Fonts, die meist allerdings so schlecht ausgearbeitet und spationiert sind, dass die Kosten beim Einsatz der Schriften im Designprozess schnell wieder ausgeglichen sind und dann teurer sind als der Kauf einer gut ausgefeilten Profischrift.




























... nachdem ich diesen Eintrag schon fertig hatte, entdeckte ich noch diese aktuellen Beispiele: eine Onlineaktion von Pril, die so tut als ob, ein Süddeutsche Magazin, eine Schaufenstergestaltung von ligne roset. Alles handschriftlich, handgezeichnet, kalligrafisch, sogar der Zeitschriften-Kopf des Magazins in Aquarell nachgemalt! Ein sehr reizvolles und inspirierendes Heft übrigens.