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Dienstag, 7. August 2012

Neues Branding für die Fresh&Easy Handelsmarke von TESCO

Bei einer Packaging-Recherche stießen wir auf den Relaunch der Organic Linie von TESCO.

Der britische Verbraucher hat es nun wesentlich leichter die Produkte im Regal wieder zu finden: Denn TESCO schafft jetzt einen sehr viel höheren Wiedererkennungswert der Linie. Die Verpackungen fallen einfach auf:

- durch den eingängigen, knallig grünen Farbverlauf
- leckere Food-Fotos auf natürlichen Holzstrukturen
- immer gleiche Platzierung der Designelemente
- laute Farbkodierung
- Wiederaufnahme der Farbcodes im Produktfoto

Auch das Logo wurde deutlich verjüngt: Die sehr leichte, größer platzierte Groteskschrift lässt den "organic" Aspekt viel deutlicher werden. Durch den vollflächigen Einsatz der Farbe Grün, in Kombination mit der knalligen Farbkodierung der einzelnen Produkte, kommt die Marke deutlich trendiger daher. Sie schafft nicht nur einen höheren Wiedererkennungswert der Produkte untereinander, sondern macht auch einzeln platziert im Regal auf sich aufmerksam.

Eine aktuelle Bildsprache, dazu viel Farbe, macht die Organic Linie zum Blickfang im Regal!

Hier wurde die Marke als Ganzes verstanden, Hierarchien systematisch geordnet und mit zeitgemäßem Design neu in Szene gesetzt. Toll!

Die neu überarbeitete Linie
TESCO Organic vorher



Mittwoch, 18. April 2012

Es kann so einfach sein - Design das mich begeistert und verführt

Dieses schlichte, handgeschriebene Etikett auf einem Glas selbstgemachter Orangenmarmelade hat, was wir den Produkten unserer Kunden wünschen: Geschmack, Stil, Selbstbewusstsein, Eigensinn, Authentizität. Und ist mal wieder ein Paradebeispiel für "weniger ist mehr!"

Die Köchin und Schreiberin ist eine italienische Architektin - auch das ein Paradebeispiel dafür, dass gute Gestaltungsprofis ihr Handwerk verstehen. Da kann man sich ruhig mal ein bisschen was trauen!

Gefunden übrigens nicht auf der Slowfood-Messe sondern auf dem Frühstückstisch meiner Schwägerin. Von der Slowfood-Messe gibts hier ganz bald auch was zu sehen!

Donnerstag, 22. März 2012

BioFach 2012 - last but not least.

Zu guter Letzt noch ohne viele Worte ein paar Impressionen, die wir auf der BioFach eingefangen haben. Viel Spaß!


Milchprodukte von Naturkost Elkershausen

Sehr hübsch: Der Stand von Follow Fish

Soßen und Dressings von den bio bandits

Proviant - Obst in der Flasche aus Berlin

Abgefahren: Baola, Erfrischungsgetränk aus der Baobab-Frucht

Ökologische Verpackungen von greenbox

Das wars von mërz punkt auf der BioFach 2012. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr!

Freitag, 9. März 2012

Designtrends von der Biofach - Teil II

Weiter geht´s mit unseren Design-Entdeckungen von der Biofach. Unser Liebling Nummer 2 ist Original Marlenes TAU VON DEN WIESEN. Toller Name, tolles Design!
Marlenes TAU VON DEN WIESEN auf der Biofach



"Unser Kräutertee wird ohne Tee zubereitet, deshalb heißt er bei uns auch Kräuteraufguss. Frisch aufgebrühte Kräuter und Blüten aus ökologischem Landbau und Wildsammlung, verfeinert mit einem Schuss Saft. Nach Marlenes Hausrezept, natürlich frisch wie der TAU VON DEN WIESEN!"
Den feinen Wiesentau gibt es in den Sorten Lemoncrazy (Zitronennote mit Limettensaft) und Blossomflush (Blumennote mit Pflaumensaft). Beide natürlich gesüßt mit Agavendicksaft.

Das Design von Marlene ist überraschend frisch und jung und weckt gemeinsam mit dem eigenwilligen Namen sofort Kindheitserinnerungen. Barfuss über die Wiese, im Morgentau durch die Natur - man kann Frische, Natur und Einfachheit sofort spüren. Marlenes TAU VON DEN WIESEN setzt sich dabei gestalterisch über alle Konventionen hinweg - trotzdem wirkt das Design sehr professionell. Und obwohl der Auftritt Leichtigkeit vermittelt, hat er etwas studentisches und politisches. Insgesamt macht die Gestaltung das Produkt sehr sympathisch und vor allem sehr authentisch. Marlenes TAU VON DEN WIESEN ist einfach unverwechselbar, handgemacht und geht seinen eigenen Weg. Die Liebe der Erfinder zu ihrem Produkt kann man fühlen. mërz punkt findet das sehr mutig - und sehr gelungen!

An was uns das Design erinnert:

Die kleine Raupe Nimmersatt von Eric Carle


Ach ja: Marlenes TAU VON DEN WIESEN kommt natürlich aus Berlin ;-)

Montag, 5. März 2012

Unsere Lieblinge auf der BioFach - Teil I

Am 15. Februar hat sich die gesammelte Mannschaft von mërz punkt aufgemacht nach Nürnberg zur BioFach.

Das mërz punkt Team auf der BioFach

Inzwischen sind wir ein ganz schön großer Haufen geworden! Unterschiedlicher könnten wir fast nicht sein: Von der Künstlerin bis zur Taijiquan-Lehrerin ist bei mërz punkt alles vertreten. Eben für jedes Thema eine Fachfrau ;-)

Als Designagentur ist es natürlich besonders spannend zu beobachten, in welche Richtung sich die Branche hinsichtlich Gestaltung und Design entwickelt. Also, wohin geht er, der Trend bei Design und Packaging im Bio-Bereich? 

Es wird eindeutig jünger, liebevoller und fröhlicher!

Eine Entwicklung, die natürlich auch mit den neuen Zielgruppen zu tun hat. Bio ist heute richtig trendy und beinahe schon im Mainstream angekommen. Logisch, dass sich das auch aufs Design auswirkt.

Ein weiterer Grund findet sich in der Forschung: Auch wenn man als Verbraucher fest davon überzeugt ist, Kaufentscheidungen mit dem Verstand zu treffen - die Realität sieht anders aus. Neueste Fakten aus der Hirnforschung beweisen, dass deutlich mehr unterbewusst eingekauft wird: etwa 80 aller Kaufentscheidungen sind emotional gesteuert! Das Produkt weckt also unterbewusst ein Bedürfnis, das mit dem Kauf befriedigt wird.

Haben ökologische Produkte bisher meist versucht, dem Käufer seinen Nutzen zu erklären und durch Inhalte zu überzeugen, wollen inzwischen auch Bio-Produkte unterbewusst zum Kauf zu animieren. Die Grenze zum konventionellen Markt verschwimmt damit zunehmend - man kauft eben ganz unterbewusst lieber attraktive Produkte anstelle der Vernünftigen. Für die Zukunft bleibt es spannend: Wird die Bio-Branche es schaffen, den Spagat zwischen nutzenorientiertem und inhaltsleerem Design, das Bedürfnisse wecken soll, zu schlagen? Für uns als Agentur jeden Tag eine Herausforderung!

Jetzt aber endlich zu unseren Entdeckungen. Wir haben 3 Favoriten zum Thema Designtrends gewählt.

Unsere Nummer 3: LØV ORGANIC. "Die Bio-Tee-Marke, die den Alltag verschönert." Der Claim klingt auf französisch noch viel schöner: "Le thé bio qui embellit le quotidien." Olala!

"In Skandinavien bedeutet ‘"løv" "Blatt". Løv Organic lässt sich von der dort noch allgegenwärtigen Natur inspirieren. Løv Organic hat ein einfaches, stark von der nordischen Kultur geprägtes Design ausgewählt. Die mit leuchtenden Farben und einem stilisierten Vogel als Symbol für die geschützte Natur dekorierten Verpackungen sind aus umweltverträglichem Material, wobei speziell auf eine minimale Verpackung aus Karton geachtet wird. Falls eine Plastikverpackung notwendig ist, so wird mit dem im Vergleich zu PVC weniger umweltschädlichen PET gearbeitet.

Die ausschließlich aus Stahl hergestellten, völlig plastikfreien Metalldosen sind recyclebar. Diese Dosen sind wiederverwendbar und können in Geschäften, die Løv Organic-Tee im Nachfüllpack führen, neu aufgefüllt werden. Die Konsumenten werden dadurch zu einem umweltfreundlichen Verhalten animiert.

Dank der völlig chlorfrei, ohne Metallklammern und Klebstoff hergestellten Musselinbeutel können sich die Teeblätter und deren Aromen frei entfalten. Alle Kartonhüllen sind mit dem FSC-Siegel ausgezeichnet (Forest Stewardship Council). Dieses Label garantiert Karton aus Holz aus kontrolliertem Handel und eine umweltfreundliche Produktion vom Holzfällen bis zum Druck."
Ein tolles Konzept, das Geschmack, junges Design und ökologische Überzeugung vereint. mërz punkt ist begeistert!

Løv Organic auf der BioFach: Bio-Tee in allen Farben des Regenbogens

Bild von der Løv Organic facebook Seite


Unsere Nummer 2 verraten wir im nächsten Post. Dranbleiben!

Donnerstag, 17. November 2011

Beigeschmack: Traditionelle Bildsprache in Bayern - nicht überall kommt sie gut an...

Immer wieder haben wir hier in der Agentur Diskussionen, wenn uns Kunden Bilder mit Dirndl und Janker als Imagematerial zur Verfügung stellen. Nicht selten stellt sich ein unangenehmes Gefühl historischer Erinnerung ein. Bayern und Tracht ist nicht Deutschland sondern wirklich ein sehr regionales Phänomen. Selbst ich, die ich echte Tracht liebe und auf dem Land - authentisch getragen - begeistert sehe und studiere, erlebe sie hier in München oft als Verkleidung oder Ausdruck sehr konservativer Grundhaltung. Außerhalb Bayerns ernte ich nur Kopfschütteln bis aggressive Ablehnung darauf. Außerhalb Europas wiederum ist schon trachtartige Landhausmode fast ein Markenzeichen Deutscher Tradition, also häufig positiv besetzt. Brauchtum ist ein kostbares, erhaltenswertes Erbe. Aber die Tracht war eben auch im 3. Reich zentrales Corporate Design Element. Die Bewertung ist also nicht einfach.

Bedeutung fürs Marketing
Entscheidungen für oder gegen eine Marke, für oder gegen eine Kaufentscheidung hängen maßgeblich davon ab, dass sich der Betrachter beim 1. Kontakt wohl fühlt, mit dem Produkt sympathisiert und keine störenden Irritationen entstehen. Authentizität ist wichtig, sollte aber dennoch in ihrer Außenwirkung geprüft werden. Ob also die extrem traditionelle Darstellung der Imagekampagne des Bayerischen Jagdverbandes wirklich sein Ziel erreicht, Sympathien für den Verband zu gewinnen, bleibt für mich fraglich. Und wenn ja, bei welcher Zielgruppe? Eher wirkt es wie ein Satireplakat...

Die Zielregion ist bedeutend für die visuelle Umsetzung
Regionale Eigenheiten sind wichtige Faktoren, wenn es um Gestaltung geht. Bei unserer Verpackungsstudie Bio Lebensmittel ist dies deutlich zum Ausdruck gekommen: Der Norden mag es klarer, kühler, aufgeräumter, der Süden rustikaler, verspielter, traditioneller: farblich, haptisch, bildlich, typografisch.

Ein Beispiel zur oben beschriebenen Fragestellung habe ich gestern Abend in der Münchner S-Bahn entdeckt. Im Original und - von Münchner Passanten in Oberbayern - bereits kommentiert. "Nazi" steht oben über den Köpfen der Herren... Das war wohl kaum die Botschaft, die ankommen sollte. Geht die Vermittlung und Interpretation von Tradition und Heimat in Bayern wirklich nur auf diese austauschbare und negativ besetzte Art und Weise? Ein Trauerspiel! Man nehme sich ein Beispiel an Südtirol.

Eine Station weiter das ebenso eigentümlich Motiv des Bayerischen Fernsehens, ein Kampagnenmotiv zur Sendung quer. Auch hier kommentiert mit dem Satz: "Schnaps das war mein letztes Wort..."
Oh mei, es gibt sooo viele gute Kreative in München, auch hier wird systematisch am konservativen Image des Senders gearbeitet. "quer ist das politische, kritische, bayerische Magazin vom BR", heißt es auf der Website. Die Plakatkampagne ist weder politisch, noch kritisch noch mit Hirn quer. Schade drum! Der Sender hat bedeutend mehr zu bieten als dieses Niveau.





Dienstag, 15. November 2011

Packaging Trendscout: Taiwan. Funktioniert Verpackung international?

Aus der Serie: Wenn Designer reisen ;-) hat uns unsere Gestalterin Miriam Neff aus Taiwan eine Fülle von wahrhaft knallbunten Verpackungsbildern mitgebracht. Wir lieben es, wenn die Rückkehrerinnen ihre Schätze bei uns hier in der Agentur aufbauen - internationale Designscouts nennen wir das. Sehr inspirierend. Allerdings wird es immer schwieriger, national typische oder besondere Verpackungsbeispiele zu finden, da sich die internationalen Märkte immer mehr angleichen und kulturelle Unterschiede so immer rmehr verloren gehen.

Was ich hier hier besonders spannend finde ist die Frage, ob wir aufgrund des Designs erkennen, was in den Verpackungen drin ist? Insbesondere wenn wir die Schrift nicht entziffern können...
Ist MATCHA LATTE Kosmetik oder ein Getränk? Vielleicht sogar ein Reinigungsmittel, wie die angedeutete Küchenrollen-Haptik der Flasche signalisiert?
Und unter dem Aspekt der Bioverpackung: Wann empfinden wir eine Verpackung als natürlich, wann als künstlich? Weniger ist mehr... Das scheint international zu gelten. Obwohl so eine witzige Genussanleitung wie bei "Big Sheet" auch bei Biosnacks gut ankäme da bin ich mir sicher!

Wir freuen uns übrigens SEHR, wenn Sie oder Ihr uns Eure Packaging oder Storedesign-Favoriten aus der ganzen Welt schickt. Gute Reise!

Danke Miriam, für die Bilder und Inspiration!











Donnerstag, 20. Oktober 2011

Bio goes Design - Highlights von BioNord und BioSüd

Nach über 20 Jahren Design-Botschaft im Biomarkt konnten wir auf BioSüd und BioNord deutlich spüren, dass in der Branche ein Bewusstsein dafür entstanden ist, wie wirkungsvoll Design Produktqualität, Markencharakter und Einzigartigkeit transportieren kann. Sowohl bei den Pioniermarken als auch bei den Neuprodukten überschlagen sich pfiffige Designlösungen und
verführerische Warenpräsentation.

Ein paar unserer Favoriten gibt's hier zu sehen:















Mittwoch, 17. August 2011

Verpackungen dürfen ruhig auch mal lustig sein: mërz punkt wünscht einen heißen Sommer

Bevor ich verschwinde in die Sommerferien ins Haus am See ein paar sonnige Beispiele, wie heiter man Verpackung auch auffassen kann. In diesem Sinne wünschen wir leckere Frische an heißen Tagen, wilde Feste am Strand und hinterher möglichst wenig Zwick-Zwack.










Dienstag, 2. August 2011

Bitte aktuell nicht mehr für die feste Grafik-4Tage-Stelle bewerben

Liebe Designerinnen und Designer,

mit einer solchen Flut an Bewerbungen hatten wir nicht gerechnet, was für eine tolle Möglichkeit, aus solch geballter Begeisterung und Kompetenz wählen zu können.
DANKE für alle Bewerbungen. Wir sind jetzt in der Entscheidungsphase und können leider vorerst keine weiteren Kandidat/innen mehr berücksichtigen.

Mit einigen jungen Designerinnen und Designern sitzen wir zur Zeit an einer Casestudy zum Packaging für NATURKOSMETIK. Spannend, was sich da entwickelt und wie sich die Wirkung bekannter Marken verändert, wenn man sich mal weniger, mal mehr oder komplett grafisch vom bisherigen Auftritt entfernt. Redesign ist eine unserer großen Leidenschaften: Was braucht eine Marke vom bisherigen Outfit, wovon kann oder muss sie sich verabschieden, um im sich wandelnden Markt Bestand zu haben. Tolles Projekt mit tollen Designern!

Eine Sommerpause ist bei uns in diesem Jahr nicht in Sicht, es gibt aber ja auch fast keinen Sommer :-(
Statt dessen baden wir in Honig- und Kaffee-Verpackungen, italienischen Fruchtaufstrichen und Bio-Apfelsaft...

Gleichzeitig modernisieren wir das Corporate Design unseres langjährigen Kunden NATURLAND. Zeitgemäßere Typo, selbstbewussteres Auftreten, noch mehr Eigenständigkeit. Das erste Objekt im neuen Design ist die überarbeitete Grundlagenbroschüre "Ökologisch. Sozial. Fair.", die sich zu einem Basiswerk des Ökologischen Landbaus entwickelt hat. Naturland ist der erste Ökologische Anbauverband, der neben der Bio- auch eine Fair-Zertifizierung anbietet. Sehr lesenswert!




Mittwoch, 20. Juli 2011

Toll!!! Erster Verpackungsfreier Laden! Das nenne ich wirklich nachhaltig!

Vor vielen Jahren haben wir für den BUND in Heidelberg einst die Kampagne "Besser nackt als verpackt" entwickelt. Wer heute mit Mehrweggefäßen in einen Laden kommt, wird nicht nur als Turbo-Müsli-Öko milde  abfällig belächelt, sondern muss auch oft sehr bestimmt jede zusätzliche Schutztüte ablehnen.

80% des weltweit von uns Konsumenten verbleibenden Kunststoffmülls landen im Meer!
(Quelle: Film & Buch plastik-planet, siehe Kommentar) Das bringt mich verstärkt dazu, wieder mehr auf den Plastikmüll zu achten, der sich ganz leicht erheblich reduzieren lässt.

Gerade habe ich diesen tollen Laden in den USA entdeckt, der komplett "Verpackungsfrei" ist. Welcher Bioladner in Deutschland traut sich so einen Konzeptstore zu? Wir unterstützen ihn sofort und als Sponsoringprojekt dabei!!!! Auch und gerade als Agentur, die sich auf Verpackungs-Gestaltung spezialisiert hat. Die ökologischste Verpackung ist keine Verpackung! Für mündige Kund/-innen, die auf die Verführung schöner Gestaltung gerne verzichten. Und für alle anderen incl. uns selbst die nicht immer so einkaufen können, machen wir es so gut wie möglich: ressourcenschonend, aufrichtig, ästhetisch. Na gut... und auch verführend. Aber eigentlich – kaufe ich am liebsten in den Einkaufskorb hinein!

Mehr zu in.gredients: http://in.gredients.com/

Mittwoch, 18. Mai 2011

Handmade Typo für Packaging und Kommunikation

Ein Megatrend: handgemachte und handnachgemalte Schriften und Illustrationen in den Bereichen Mode, Kultur, Werbung erfreuen sich aktuell größter Beliebtheit. Mittlerweile sind sie auch im Packaging-Bereich zu finden. Mit ihrer handgemachten-Optik können sie sehr schön die Authentizität, den individuellen Charakter und die handwerkliche Denke der Marken widerspiegeln – ideal also eigentlich für Biomarken und -produkte, die sich nichtindustriell und handwerklich positionieren. Typografie kann so eine größere Nähe zum Konsumenten schaffen.

Die Schriften sind entweder wirklich und unique für ein Designprodukt oder ein Unternehmen geschrieben, gezeichnet, gemalt, gestempelt. Das ist der ideale, weil unverwechselbare – allerdings etwas aufwändigere – Weg (siehe Beispiel 1 und 2). So lassen sich auch außergewöhnliche Typen passend zur Hausschrift entwickeln und ggfs. dann auch als Satzschrift digitalisieren. Wem dieser Weg zu umständlich ist, der kauft sich einen Font aus dem Handmade-Angebot der Schriftenhäuser wie Fontshop (wie z.B. die Pril-Schrift, vermutlich auch Michel & Augustin). Es gibt auch eine Reihe von kostenlosen Fonts, die meist allerdings so schlecht ausgearbeitet und spationiert sind, dass die Kosten beim Einsatz der Schriften im Designprozess schnell wieder ausgeglichen sind und dann teurer sind als der Kauf einer gut ausgefeilten Profischrift.




























... nachdem ich diesen Eintrag schon fertig hatte, entdeckte ich noch diese aktuellen Beispiele: eine Onlineaktion von Pril, die so tut als ob, ein Süddeutsche Magazin, eine Schaufenstergestaltung von ligne roset. Alles handschriftlich, handgezeichnet, kalligrafisch, sogar der Zeitschriften-Kopf des Magazins in Aquarell nachgemalt! Ein sehr reizvolles und inspirierendes Heft übrigens.