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Mittwoch, 18. Mai 2011

Handmade Typo für Packaging und Kommunikation

Ein Megatrend: handgemachte und handnachgemalte Schriften und Illustrationen in den Bereichen Mode, Kultur, Werbung erfreuen sich aktuell größter Beliebtheit. Mittlerweile sind sie auch im Packaging-Bereich zu finden. Mit ihrer handgemachten-Optik können sie sehr schön die Authentizität, den individuellen Charakter und die handwerkliche Denke der Marken widerspiegeln – ideal also eigentlich für Biomarken und -produkte, die sich nichtindustriell und handwerklich positionieren. Typografie kann so eine größere Nähe zum Konsumenten schaffen.

Die Schriften sind entweder wirklich und unique für ein Designprodukt oder ein Unternehmen geschrieben, gezeichnet, gemalt, gestempelt. Das ist der ideale, weil unverwechselbare – allerdings etwas aufwändigere – Weg (siehe Beispiel 1 und 2). So lassen sich auch außergewöhnliche Typen passend zur Hausschrift entwickeln und ggfs. dann auch als Satzschrift digitalisieren. Wem dieser Weg zu umständlich ist, der kauft sich einen Font aus dem Handmade-Angebot der Schriftenhäuser wie Fontshop (wie z.B. die Pril-Schrift, vermutlich auch Michel & Augustin). Es gibt auch eine Reihe von kostenlosen Fonts, die meist allerdings so schlecht ausgearbeitet und spationiert sind, dass die Kosten beim Einsatz der Schriften im Designprozess schnell wieder ausgeglichen sind und dann teurer sind als der Kauf einer gut ausgefeilten Profischrift.




























... nachdem ich diesen Eintrag schon fertig hatte, entdeckte ich noch diese aktuellen Beispiele: eine Onlineaktion von Pril, die so tut als ob, ein Süddeutsche Magazin, eine Schaufenstergestaltung von ligne roset. Alles handschriftlich, handgezeichnet, kalligrafisch, sogar der Zeitschriften-Kopf des Magazins in Aquarell nachgemalt! Ein sehr reizvolles und inspirierendes Heft übrigens.


























Dienstag, 12. Oktober 2010

Was Verpackung kann: Knabberzeug entfetten und den Inhalt gesünder machen. Seeberger Relaunch Markenzeichen und Packaging

Die bekannte Marke Seeberger, Nüsse und Trockenfrüchte, hat in diesem Jahr ihren Auftritt erneuert. Ein überzeugendes Beispiel dafür, dass ein neues Gewand nicht nur nach außen sondern auch nach innen wirkt.

Aus dem "leckeren, ungesunden, Schlechtes-Gewissen-Fernsehknabberzeugs" wurde ein gesunder, leichter, wertvoller Vitalsnack. Das wird hier zugegebenermassen noch dadurch verstärkt, dass die Sorte im alten Outfit mit Salz und geröstet ist, aber insgesamt ist es eindeutig: leichter, zeitgemäßer, gesünder. Aber immer noch ganz eindeutig und markant: Seeberger.

Beide Verpackungstypen gehören so eindeutig zueinander, dass sich auch altes und neues Design im Regal am POS gut vertragen. Eine der großen praktischen Herausforderungen beim Relaunch eines so umfassenden Sortimentes.

Auch das Markenzeichen wurde typografisch entfettet und mit zwei grünen Blättchen "biologisiert" (Leider ist der Inhalt noch immer konventionell, aber das kann ja noch kommen!)

Gut gemacht.









                                                                   

 

Sonntag, 7. März 2010

Was Verpackung kann: unglaublich auf-Werten!
















In diesem hübschen Kartönchen sind:
4 Eier zum unglaublichen Preis von 3,60 €!
90 Cent für ein glückliches Bio-Hühnerei, handverpackt in Holzwolle.
Das muss man erst mal ohne Verpackung schaffen... Und gleichzeitig auch noch den Eierkarton neu erfunden. Nicht mengen- und automationsgeeignet, aber seeehr besonders. Kompliment. Auch wenn es schon Dekadenz auf sehr hohem Niveau ist. Oder? Und ob dieser Imagezusatz wirklich auch ein Gewinn für die Marke Toni's Freilandei ist... da bin ich mir nicht so sicher. Aber auf jeden Fall: kreativ, einzigartig und sehr gut getextet!

Gefunden bei Feinkost Käfer. Wo sonst...