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Montag, 7. November 2011

Marke mit Stil, Herz, Witz, Genuss und Verstand: Wellnessel

Eine besonders begeisternde Unternehmerin haben wir auf der BioFach entdeckt und auf der BioSüd persönlich kennengelernt: Elfi Braun von der Günen Vogtei. 

Aus purer Lust und Überzeugung hat sie die Marke Wellnessel® entwickelt, eine wirklich eigenständige Produktfamilie rund um die Brennnessel, eingebettet in eine Markenwelt, die perfekt abgestimmt ist. Zu den Produkten (Wellnessel-Saft, -Pesto, -Riegel, Tees etc.) gibt es die Wellnessel Vitalhotels und sogar ein Wellnessel Restaurant. Und was zunächst wenig genussig klingt sieht genussig und gesund aus und liefert geschmackliche Überraschungsmomente am laufenden Band. Probieren lohnt sich sehr! Die Riegel sind der Hammer und bestimmt bei meinen nächsten Bergtouren im Gepäck.

Schade, dass Frau Braun die Agentur im eigenen Haus hat, sonst wären Sie ein Traumkunde für uns :-)
Viel Erfolg Ihnen – und falls Sie doch mal Unterstützung brauchen...

Bilder © Wellnessel, entnommen der Website http://www.gruenevogtei.com

GESCHENKKARTONGRÜNESS PÄUS´CHEN – CRANBERRIES UND BRENNNESSELSAMEN kbA (40g)






Mittwoch, 18. Mai 2011

Handmade Typo für Packaging und Kommunikation

Ein Megatrend: handgemachte und handnachgemalte Schriften und Illustrationen in den Bereichen Mode, Kultur, Werbung erfreuen sich aktuell größter Beliebtheit. Mittlerweile sind sie auch im Packaging-Bereich zu finden. Mit ihrer handgemachten-Optik können sie sehr schön die Authentizität, den individuellen Charakter und die handwerkliche Denke der Marken widerspiegeln – ideal also eigentlich für Biomarken und -produkte, die sich nichtindustriell und handwerklich positionieren. Typografie kann so eine größere Nähe zum Konsumenten schaffen.

Die Schriften sind entweder wirklich und unique für ein Designprodukt oder ein Unternehmen geschrieben, gezeichnet, gemalt, gestempelt. Das ist der ideale, weil unverwechselbare – allerdings etwas aufwändigere – Weg (siehe Beispiel 1 und 2). So lassen sich auch außergewöhnliche Typen passend zur Hausschrift entwickeln und ggfs. dann auch als Satzschrift digitalisieren. Wem dieser Weg zu umständlich ist, der kauft sich einen Font aus dem Handmade-Angebot der Schriftenhäuser wie Fontshop (wie z.B. die Pril-Schrift, vermutlich auch Michel & Augustin). Es gibt auch eine Reihe von kostenlosen Fonts, die meist allerdings so schlecht ausgearbeitet und spationiert sind, dass die Kosten beim Einsatz der Schriften im Designprozess schnell wieder ausgeglichen sind und dann teurer sind als der Kauf einer gut ausgefeilten Profischrift.




























... nachdem ich diesen Eintrag schon fertig hatte, entdeckte ich noch diese aktuellen Beispiele: eine Onlineaktion von Pril, die so tut als ob, ein Süddeutsche Magazin, eine Schaufenstergestaltung von ligne roset. Alles handschriftlich, handgezeichnet, kalligrafisch, sogar der Zeitschriften-Kopf des Magazins in Aquarell nachgemalt! Ein sehr reizvolles und inspirierendes Heft übrigens.


























Dienstag, 12. Oktober 2010

Was Verpackung kann: Knabberzeug entfetten und den Inhalt gesünder machen. Seeberger Relaunch Markenzeichen und Packaging

Die bekannte Marke Seeberger, Nüsse und Trockenfrüchte, hat in diesem Jahr ihren Auftritt erneuert. Ein überzeugendes Beispiel dafür, dass ein neues Gewand nicht nur nach außen sondern auch nach innen wirkt.

Aus dem "leckeren, ungesunden, Schlechtes-Gewissen-Fernsehknabberzeugs" wurde ein gesunder, leichter, wertvoller Vitalsnack. Das wird hier zugegebenermassen noch dadurch verstärkt, dass die Sorte im alten Outfit mit Salz und geröstet ist, aber insgesamt ist es eindeutig: leichter, zeitgemäßer, gesünder. Aber immer noch ganz eindeutig und markant: Seeberger.

Beide Verpackungstypen gehören so eindeutig zueinander, dass sich auch altes und neues Design im Regal am POS gut vertragen. Eine der großen praktischen Herausforderungen beim Relaunch eines so umfassenden Sortimentes.

Auch das Markenzeichen wurde typografisch entfettet und mit zwei grünen Blättchen "biologisiert" (Leider ist der Inhalt noch immer konventionell, aber das kann ja noch kommen!)

Gut gemacht.









                                                                   

 

Montag, 10. Mai 2010

Verpackungstrend? Einfacher, typografischer, kühler - wie erfolgreich kann das verkaufen?

Nicht nur im Feinkosthandel, auch im LEH finden sich in letzter Zeit vermehrt Designs, die auf jegliche Bildansprache verzichten und mit kühler Typografie arbeiten. Sehr schick, im Moment auch sehr auffällig, aber ob sie die nötigen Verkaufsimpulse wirklich senden, um sich auf Dauer in den Regalen zu etablieren?

Nichts vermittelt Informationen und Emotionen so schnell wie Bilder. Als Verbraucher entscheide ich jedoch in Bruchteilen von Sekunden, ob ich zu einem Produkt greife oder nicht. Vor allem entscheidet nicht in erster Linie der Kopf, sondern der Bauch und das lymbische System. Rein typografische Designs schicken eher distanzierende Emotionen: stylisch, anstrengend, kühl, abgehoben, rätselhaft, intellektuell, exklusiv. Die einzige sinnliche Emotion wird über Farbe, Form, Material transportiert. Ob das erfolgreich zum Kauf verführt?












Foto oben: gefunden bei www.thedieline.de









Und aktuell im Biofachhandel