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Mittwoch, 18. Mai 2011

Handmade Typo für Packaging und Kommunikation

Ein Megatrend: handgemachte und handnachgemalte Schriften und Illustrationen in den Bereichen Mode, Kultur, Werbung erfreuen sich aktuell größter Beliebtheit. Mittlerweile sind sie auch im Packaging-Bereich zu finden. Mit ihrer handgemachten-Optik können sie sehr schön die Authentizität, den individuellen Charakter und die handwerkliche Denke der Marken widerspiegeln – ideal also eigentlich für Biomarken und -produkte, die sich nichtindustriell und handwerklich positionieren. Typografie kann so eine größere Nähe zum Konsumenten schaffen.

Die Schriften sind entweder wirklich und unique für ein Designprodukt oder ein Unternehmen geschrieben, gezeichnet, gemalt, gestempelt. Das ist der ideale, weil unverwechselbare – allerdings etwas aufwändigere – Weg (siehe Beispiel 1 und 2). So lassen sich auch außergewöhnliche Typen passend zur Hausschrift entwickeln und ggfs. dann auch als Satzschrift digitalisieren. Wem dieser Weg zu umständlich ist, der kauft sich einen Font aus dem Handmade-Angebot der Schriftenhäuser wie Fontshop (wie z.B. die Pril-Schrift, vermutlich auch Michel & Augustin). Es gibt auch eine Reihe von kostenlosen Fonts, die meist allerdings so schlecht ausgearbeitet und spationiert sind, dass die Kosten beim Einsatz der Schriften im Designprozess schnell wieder ausgeglichen sind und dann teurer sind als der Kauf einer gut ausgefeilten Profischrift.




























... nachdem ich diesen Eintrag schon fertig hatte, entdeckte ich noch diese aktuellen Beispiele: eine Onlineaktion von Pril, die so tut als ob, ein Süddeutsche Magazin, eine Schaufenstergestaltung von ligne roset. Alles handschriftlich, handgezeichnet, kalligrafisch, sogar der Zeitschriften-Kopf des Magazins in Aquarell nachgemalt! Ein sehr reizvolles und inspirierendes Heft übrigens.


























Montag, 11. April 2011

Fundstücke: Dunkelbraun ist Design-Trendfarbe und Cross-Selling

Immer wieder fallen beim Familieneinkauf Dinge in die Hände, die mich als Designerin ansprechen oder zum Kauf verführen. Auffällig ist auf jeden Fall seit einiger Zeit die Farbe Dunkelbraun: Bei der Ladengestaltung, im Packaging, bei vielen Firmen im Corporate Design. Vor allem im Premiumbereich.

Die Fachhandelslinie Alb-Natur von Alb-Gold ist sicher das extremste Beispiel, das mich persönlich so superpur nicht unbedingt zum Kauf verführt, aber farbtechnisch den Brauntrend konsequent nutzt.
Schokokugeln und De Rit-Schokokekse dagegen haben zum Kauf und Wiederkauf verführt und sind auch innen lecker dunkelbraun. De Rit hat bereits seit vielen Jahren eine – für den deutschen Foodbereich – auffällig reduzierte, geradlinige Gestaltung. Deutlich spürt man hier den holländischen Designeinfluss. De Rit hat außerdem extrem gute Foodfotos, die sich wohltuend von der konventionellen Fotooptik bei uns unterscheiden. Fast skulptural werden die Produkte inszeniert und sehr gut ausgeleuchtet  präsentiert. Dieser Purismus spiegelt dem Kunden auch Purismus und Ehrlichkeit bei der Produktqualität wider und wird seit vielen Jahren konsequent mit dem Markenbild verknüpft.

Die Rapunzelflasche ist nicht wegen ihrer Gestaltung abgebildet, sondern weil sie eines der seltenen Beispiele von Cross-Selling im Biobereich ist. Herbaria-Kräuter zum Olivenöl, gut kombiniert und so auf die Flasche aufgespendet, dass sie auch im Laden die Abläufe beim regalräumen nicht stören. So profitiert auch der Handel Cross-Selling. Hier könnten die Fachhandelsmarken viel häufiger ihre persönlichen Bekanntschaften zusammenpacken und alle von Synergieeffekten profitieren: Die Markenhersteller, der Handel, die Konsumenten.


Mittwoch, 5. Mai 2010

Trendfarbe Gelb: Diesmal Inspirationen aus Mailand für Einrichtung und Ladenbau

Gelb wird seit einigen Jahren als die Trendfarbe des laufenden Jahrzehnts gesehen. In der Gestaltung keine ganz einfach Farbe, Gelb in der Mode schüttelt mich so manches mal, um nicht zu sagen meistens. Beim Packaging geht es manchmal.
Interessante Inspirationen für die Einrichtung - z. Beispiel auch im Ladenbau - gab es dieses Jahr auf der Mailänder Möbelmesse.

Hier ein Link zu einer sehr interessanten Sammlung des lohnenden Newsletters von Stylepark:
"Nicht ist gelber als Gelb selber " von Silke Becker.

Bild aus Stylepark: "Still life, Moving Life" set up by Piero Lissoni at Porro showroom, via Durini 15 in Milan