Sonntag, 7. März 2010

Was Verpackung kann: unglaublich auf-Werten!
















In diesem hübschen Kartönchen sind:
4 Eier zum unglaublichen Preis von 3,60 €!
90 Cent für ein glückliches Bio-Hühnerei, handverpackt in Holzwolle.
Das muss man erst mal ohne Verpackung schaffen... Und gleichzeitig auch noch den Eierkarton neu erfunden. Nicht mengen- und automationsgeeignet, aber seeehr besonders. Kompliment. Auch wenn es schon Dekadenz auf sehr hohem Niveau ist. Oder? Und ob dieser Imagezusatz wirklich auch ein Gewinn für die Marke Toni's Freilandei ist... da bin ich mir nicht so sicher. Aber auf jeden Fall: kreativ, einzigartig und sehr gut getextet!

Gefunden bei Feinkost Käfer. Wo sonst...

Donnerstag, 4. März 2010

Rosa Girlie-Naturkosmetik bei H & M












Nach ESPRIT - mit der nur bedingt echten - Naturkosmetiklinie ECOGLAM bringt ab März 2010 auch H&M eine Naturkosmetiklinie auf den Markt. Das Design richtet sich stark an fluffig-rosa Teeniewelten, passt von daher zwar also nicht so ganz zum insgesamt deutlich offensiveren H&M-Auftritt. Sonia Rykiel auf jeden Fall würde diese Produkte vermutlich nicht wählen...

Erfreulich ist, dass die gesamte Linie ECOCERT zertifiziert ist, auch wenn das Handelshaus mit diesem Zertifizierer in Sachen Biobaumwolle-Skandal gerade alles andere als gut in der Öffentlichkeit da steht. Auffällig ist auch, dass das ECOCERT-Zeichen prominent auf der Vorderseite der Packung abgebildet ist.

Im Sortiment sind bisher Duschgel, Handcreme, Bodyscrub, Bodylotion und Lipbalm, der Einstiege erfolgt also über den einfacheren Zugang Körperpflege, perfekt auf diese Altersgruppe abgestimmt. Eingesetzt werden alle Designmerkmale, die vom Mainstreamkonsumenten bei Naturkosmetik erwartet werden.

Für die sehr jungen Zielgruppe, die offensichtlich gezielt angesprochen werden soll, gibt es bisher kaum echte Naturkosmetik in den konventionellen Vertriebswegen. Von daher wurden alle daraus resultierenden Designvorgaben konsequent und sehr direkt umgesetzt. Ich bin gespannt, ob das Sortiment Bestand hat und möglicherweise sehr bald um Gesichtspflegeprodukte und einen hochwertigere Linie erweitert wird. Von der Anzahl der Vertriebsstätten hat H & M auf jeden Fall das Potential zu hohen Absatzzahlen. Gehen wir mal proberiechen...

Biogemüse statt Gebühren? GEZ wird bio!







Die GEZ geht jetzt auf Sympathiekurs und gibt sich freundlicher. Und grüner.
Redesign der Extraklasse.
Vorher nichtssagend. Hinterher nichtssagend.
Kategorie: Gut gemein, schlecht gemacht.


Mittwoch, 3. März 2010

Plastikmüllstrudel im Atlantik entdeckt

Passend zum Thema umweltfreundliche Verpackung:

http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=100224032

Das mërz punkt Kreativ-Sofa. Zum Brainstormen, reden, denken, erfinden, testtrinken.


Dieses mërz-grüne Möbel hätten wir gern:
Swedese Gap Café Sofa. Und trinken würden wir den neuen, fairen Gepa-Raritätenkaffee, den wir gerade neu gestaltet haben. Oder ein Glas herrlichen Saft unseres neuen Kunden Perger vom Ammersee. Wunderbar, solch tolle Produkte einkleiden zu dürfen. Und die netten Kunden dürften sich gleich auch noch mit dazu setzen!

Wer schenkt uns das Sofa?

Dienstag, 2. März 2010

Frühlingsanfang in der Naturkostinsel in Dachau











Grünes Guerilla-Marketing oder PR-Gag unseres Lieblings-Bioladens? Nixda. Frühlingsanfang in der Naturkostinsel in Dachau. Auch das macht Einkaufen im Bioladen aus: Kunden die einfach ein bisschen anders sind - und statt mit Dackel Waldi mit Papagei Lora zum einkaufen gehen. Alles Echt! Mahlzeit.

Das Bild entstand übrigens im Rahmen eines Naturkosmetik-Projektes mit unserem Netzwerkpartner "der petzinger", Ladenplaner im Biobereich, ein echter Partner-Tipp. Maria Scheiblhuber hat uns mit ihrem Bio-Mittagstisch köstlich die Pause versüßt! Danke Maria.

Montag, 1. März 2010

Das neue Bio-Siegel. mërz punkt in der Bio Recht.








Das neue Biosiegel ist verabschiedet. Jetzt gilt es, die Umstellzeit auf eine machbare Dauer zu verlängern. Die Kommission will nur die bis 1. Juli 2010 gedruckten Verpackungen noch weiter verwenden lassen. Darauf sind weder Unternehmen noch Agenturen vorbereitet. Und: So schnell kann das neue Zeichen vor allem kaum ausreichend bekannt gemacht werden! Erst wenn das neue Logo eine gute Bekanntheit hat, kann es beim Konsumenten als hilfreiche Entscheidungshilfe funktionieren. Das jetzige Zeichen ist: weder selbsterklärend, noch prägnant, noch technisch zB. im Flexodruck, klein gut umzusetzen. Die bisherigen Packungsdesigns müssen also wirklich grundlegend verändert werden! Einfach austauschen funktioniert nicht.








Hier sind jetzt Bio-Verbände und Hersteller aufgefordert, aktiv Widerspruch einzulegen und auf eine flexiblere Handhabung der Umstellzeiten zu pochen! Und auf eine begleitende Marketingkampagne, die das neue Zeichen bekannt macht. Ansonsten wird die Neuregelung fast zwangsweise zu einer Flut eigener Bio-Zeichen auf Verpackungen führen - das Gegenteil dessen, was eigentlich gewünscht war. mërz punkt dazu ausführlich im Artikel in der aktuellen BioRecht, Ausgabe 1/2010, Seite 31-34, gemeinsam mit Branchenspezialist Christoph Spahn.